Das ist
sicherlich kein Phänomen der Gegenwart, sondern war schon immer so.
Sich der Wahrheit zu stellen ist zweifellos nicht immer einfach und
vor allem: „Was ist die Wahrheit? Gibt es überhaupt eine absolute
Wahrheit? Ist Wahrheit nicht vor allem von unserer jeweils
individuellen Wahrnehmung, also unserem Bewusstsein abhängig?“
Ich
denke, der erste Schritt, der Wahrheit näher zu kommen, beginnt bei
uns selbst. Ehrlichkeit gegenüber der eigenen Person, ihren
Schwächen, ihren Stärken, ihrem Wachstumspotential, das hat eine
wirklich „erziehende“ Wirkung und schärft den Verstand. Man
lernt, Dinge differenziert zu sehen und der Wahrheit dadurch näher
zu kommen. Man wird unabhängig von Mainstream und Manipulation. Der
Vorteil dieses ersten, zweifellos sehr schwierigen Schrittes ist,
dass man ihn unbemerkt von seinem sozialen Umfeld vollziehen kann,
man macht es mit sich selbst aus, unterliegt keinem subjektiven
Rechtfertigungszwang. Ist man dann noch mit einem/einer Partner(in)
gesegnet, dem/der man 1.000%ig vertrauen kann, sollten die Weichen
gestellt sein. Man kann sich öffnen und sollte es auch tun,
rückhaltlos, ohne wenn und aber. Es folgt der Austausch von Gedanken
und Empfindungen ohne Bewertung und ohne Verurteilung. Genau das
bringt uns im Alltag der Wahrheit Stück für Stück näher. Dadurch
wird unser Leben wahrhaft bereichert und bekommt jetzt auch einen
ultimativen Sinn.
Die
Wahrheit über sich selbst findet man in der bedingungslosen und
akzeptierenden Liebe des/der Partners(in). Jeder kann seine
Lebenswahrheit letztlich nur mit und durch den Anderen finden, denn
die Liebe webt genau dieses Netz, das die Natur vorgesehen hat, indem
sie uns als soziale Wesen schuf.

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