Samstag, 30. April 2016

Gedanken über die Wahrheit - Teil I

Jeder Mensch stolpert irgendwann in seinem Leben, nicht nur einmal, über die Wahrheit. Die meisten springen schnell wieder auf, klopfen sich den Staub ab und hetzen weiter durch den Alltag, so als sei nichts gewesen und so als habe ihnen die Wahrheit nichts anhaben können.

Das ist sicherlich kein Phänomen der Gegenwart, sondern war schon immer so. Sich der Wahrheit zu stellen ist zweifellos nicht immer einfach und vor allem: „Was ist die Wahrheit? Gibt es überhaupt eine absolute Wahrheit? Ist Wahrheit nicht vor allem von unserer jeweils individuellen Wahrnehmung, also unserem Bewusstsein abhängig?“

Ich denke, der erste Schritt, der Wahrheit näher zu kommen, beginnt bei uns selbst. Ehrlichkeit gegenüber der eigenen Person, ihren Schwächen, ihren Stärken, ihrem Wachstumspotential, das hat eine wirklich „erziehende“ Wirkung und schärft den Verstand. Man lernt, Dinge differenziert zu sehen und der Wahrheit dadurch näher zu kommen. Man wird unabhängig von Mainstream und Manipulation. Der Vorteil dieses ersten, zweifellos sehr schwierigen Schrittes ist, dass man ihn unbemerkt von seinem sozialen Umfeld vollziehen kann, man macht es mit sich selbst aus, unterliegt keinem subjektiven Rechtfertigungszwang. Ist man dann noch mit einem/einer Partner(in) gesegnet, dem/der man 1.000%ig vertrauen kann, sollten die Weichen gestellt sein. Man kann sich öffnen und sollte es auch tun, rückhaltlos, ohne wenn und aber. Es folgt der Austausch von Gedanken und Empfindungen ohne Bewertung und ohne Verurteilung. Genau das bringt uns im Alltag der Wahrheit Stück für Stück näher. Dadurch wird unser Leben wahrhaft bereichert und bekommt jetzt auch einen ultimativen Sinn.

Die Wahrheit über sich selbst findet man in der bedingungslosen und akzeptierenden Liebe des/der Partners(in). Jeder kann seine Lebenswahrheit letztlich nur mit und durch den Anderen finden, denn die Liebe webt genau dieses Netz, das die Natur vorgesehen hat, indem sie uns als soziale Wesen schuf.


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