Mittwoch, 13. April 2016

Schreibtagebuch 13.04.2016

Es gibt Phasen, in denen ist man kreativ, sprüht vor Energie und Motivation und alles gelingt, was man anpackt. Aber es ist auch ein Naturgesetz, dass jedem Hoch ein Tief folgen muss, sonst würde der Mensch das Hoch gar nicht mehr als solches wahrnehmen und das wäre sehr schade.

Schreiben ist keine leichte Arbeit. Ein Buch braucht Kontinuität, damit es ein gutes Buch wird. Egal wie man sich als Autor gerade fühlt, welche persönlichen Probleme, Irrungen und Wirrungen einen momentan quälen, im werdenden Buch darf sich das nicht niederschlagen. Der Stil muss immer gleich sein, die Darstellung der Akteure sollte durchgängig und schlüssig sein, die Handlung muss eine roten Faden verfolgen, auch wenn man gerade was ganz anderes im Sinn hat und schreiben möchte. Als Autor ist man keine Maschine, obwohl es nicht wenige Autoren gibt, die fließbandähnlich ihre Bücher regelrecht raushauen, nicht selten unter dem Druck des Verlages.

Ich staune auch immer wieder, wenn Autoren in Interviews behaupten, dass das Buch so gar nichts mit ihrer Person und ihrem Wesen zu tun hätte. Für meine Bücher kann ich das so nicht behaupten. Sie sind immer ein Stück von mir und spiegeln Dinge wieder, die sehr viel mit meiner Person und meiner Sicht der Welt zu tun haben. Ob sie gut sind oder nicht, beurteilt der Leser, logisch … aber ist GUT oder SCHLECHT wirklich ein objektiver Maßstab, der sich zu einer Art Standard erheben lässt?

Die letzten rund 60 Seiten liegen vor mir, nachdem ich die Überarbeitung des Lektorats abgeschlossen habe. Ich achte immer sehr darauf, dass meine aktuelle Tagesform sich nicht im Geschriebenen widerspiegelt, denn momentan gibt es viele wichtige Dinge, die mich beschäftigen. Ich lebe ein Leben, dass mir einiges an Verantwortung abnötigt, mir auch so manche Sorgen in den Kopf treibt und bisweilen sehr herausfordernd ist. Diese letzten 60 Seiten werden nochmal eine echte Herausforderung werden, aber ich werde auch das bewältigen, denn ich will einmal mehr ein Buch schaffen, von dem ICH sagen kann, dass es ein gutes Buch ist, hinter dem ich voll und ganz stehe. Ich denke mal, dass mir dann auch wieder sehr viele Leser folgen werden.



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