Dienstag, 28. Juni 2016

Meine Tochter und ich

Meine Tochter Sarah spielt nicht nur in meinem Leben eine bedeutende Rolle, sondern auch in meinem neuen Roman „Himmelswölfe“. Schließlich hat sie vor über 22 Jahren mit mir gemeinsam hier alles aufgebaut und aus dem historischen Anwesen ein bewohnbares Zuhause für Mensch und Tier gemacht. Welche Rolle sie dabei spielte, erzähle ich ausführlich, dass sie manches auch wesentlich früher erkannte, half mir wiederum, mich mit Dingen auseinander zu setzen, die bis dahin nicht unbedingt Teil meines Lebens waren. Wir waren schon immer Partner, haben uns in allem besprochen und ausgetauscht und gemeinsam Dinge entschieden. So halten wir es auch heute noch.

Die letzten Korrekturen am Buch sind gemacht, nun geht es in den eigentlichen Satz des Buches und dann in den Druck. Details dazu erfahrt Ihr im nächsten Video, das ich wohl am Donnerstag posten werde. Leider ist meine Zeit momentan sehr knapp bemessen. Das liegt nicht an den „Schreibarbeiten“, sondern an unseren 50 Gumminasen, die den Sommer feuersicher überstehen wollen. Es gibt so viel vorzubereiten, naja und beschmust bzw. bespaßt wollen die Mädels und Jungs ja auch alle werden.
 
 

Montag, 20. Juni 2016

Wer sind Victor und Faol???

Dass es in meinem neuen Roman um Wölfe geht, ist schon dem Titel zu entnehmen. Was aber habe ich mit Wölfen zu tun? Wer sind Faol und vor allem wer ist Victor?

Wer mich kennt, der weiß, wie nahe mir Wölfe sind. Warum ich allerdings auf genau diesem Bauernhof gelandet bin, hier mit so vielen wolfsähnlichen Wesen zusammenlebe und was echte Wölfe mit dieser Quinta (portugiesisch für Bauernhof) zu tun haben, genau das erzähle ich in meinem Roman, der letztlich einen autobiographischen und damit authentischen Hintergrund hat.

Natürlich werde ich nicht alle Rätsel schon vorher lüften. Wirklich verstehen kann man das alles nur, wenn man sich in meinen Roman „Quinta Eanna – Himmelswölfe“ vertieft. Eines aber will ich doch schon mal vorab enthüllen.

Wer ist Victor? Die Antwort ist einfach. Ich bin Victor. Das aber ist kein Fantasiename, sondern tatsächlich einer meiner Vornamen. Meine Eltern haben mich mit insgesamt 5 Vornamen „gesegnet“, für jeden wichtigen Ahnen ein Name. Dann konnten sie sich nicht entscheiden, wie sie mich denn nun rufen wollten. Meine Mutter nannte mich immer Johannes, nach ihrem Vater, mein Vater nannte mich Alois, nach seinem Vater usw. Meine Oma, die ich sehr geliebt habe, nannte mich Victor, nach ihrem Vater. In meinem Ausweis ist Peter als Rufname (nach meinem Onkel und Taufpaten) angegeben und somit haben wir dann einen echten Wirrwarr ein Namen. 
 
Als Kind hatte ich so meine Probleme damit, denn das Gezerre um Ahnen und Namen übertrug sich auf mich. Heute stehe ich drüber. Da mein Roman in der 3. Person geschrieben ist, also nicht in der Ich-Form, entschied ich mich, meine Person Victor zu nennen, im Gedenken an meine herzensgute Oma, der ich verdanke, dass ich wenigstens einen Menschen hatte, bei dem ich mich stets geborgen und geliebt fühlen durfte. Sie hieß übrigens Maria-Sophie.
 
 

Samstag, 11. Juni 2016

Party Fieber

FREE YOUR MIND ….

… so hieß das große Event im Congress Center Arade, wo meine Tochter Sarah und mein Schwiegersohn Tiago ihre Wine & Tapas Bar betreiben. Einige von Euch waren schon da.
Natürlich haben Sarah und Tiago die tanzenden Partygäste mit ausreichend Flüssigkeit versorgt und sind von 18:00H abends bis morgens um 06:00H herumgewirbelt. Den Tag zuvor kamen sie auch erst um 04:00H morgens ins Bett, denn für über 500 Gäste alles vorzubereiten, 2 große Tresen, samt Mitarbeitern und Getränkeauswahl zu planen und einzurichten, das ist echte Knochenarbeit. 

Ich fand´s super toll und hab auch fast die ganze Nacht im Dancefieber verbracht. Ok, ich muss gestehen, heute hab ich einen Tinnitus und bin schwerhörig, aber das gibt sich wieder. Die Party war´s wert, zumal die Gäste super waren. Alle Altersklassen vertreten, von 20 Jahren bis 70 Jahren. Keine Saufgelage, kein Komasaufen, keine Drogen, dafür aber ausgelassene Stimmung. Besonders toll fand ich das Miteinander der Generationen. Dass man auf so einer Dance-Techno-Party ganz normale Menschen trifft, mit denen man Spaß haben kann und jeder jeden toleriert, fand ich total klasse. Es kam nicht darauf an, toll gestyled zu sein, hipp auszusehen oder jung zu sein, auch die Hautfarbe war egal.

Free Your Mind ... bedeutet genau das, den Kopf frei zu machen von Urteilen aller Art UND Spaß haben, ohne in irgendwelche Extreme abzugleiten.




Mittwoch, 8. Juni 2016

Fertig!!!

Nun ist es endlich soweit ... ich habe die letzten Zeilen meines neuen Buches zu Papier – besser gesagt: zu Tastatur gebracht. Es sind dann doch 418 Seiten geworden, aber vielleicht wird es nach dem Setzen noch unter 400 Seiten enden, wobei das ja auch keinen Unterschied macht.
Nun wird alles nochmals durchgesehen. Zwei Korrektorinnen/Lektorinnen werfen ihre Augen drauf und bei Übermüdung auch die Brille. Dann wird gedruckt und ausgeliefert. Vorbestellungen liegen schon vor, obwohl die Ankündigung bisher nur im VLB veröffentlicht ist. 

Worum geht’s?

Nun, ich hatte ja schon verraten, dass es sich um einen spannenden Roman handelt. Es handelt sich um die wahre Geschichte eines Mannes, der Euch wohl bekannt ist. Die Handlung basiert auf den Ereignissen eines, für mich entscheidenden Lebensabschnitts.

Was ich alles erlebt habe, als ich nach Portugal ausgewandert bin, warum es überhaupt zu dem kam, was ich heute mache und wie all die vielen Seelen ihren Weg hierher auf die Quinta gefunden haben, das alles deckt nur einen Teil der Handlung ab. Dass einem im Alltag auch Dinge widerfahren können, die mit den 5 Sinnen kaum greifbar sind, konnte ich mir bis 1994 nicht vorstellen. Es hat einen Grund, warum sich in Portugal streng christliche Gläubigkeit mit tief verwurzeltem Aberglauben vermischt und bis heute gehalten haben. Dass sich mir diese Zusammenhänge jedoch eröffnen würden und ich tiefer involviert würde, als gedacht, das hatte ich nicht erwartet. Es hat mein Leben gründlich auf den Kopf gestellt.

Somit spielen, neben Menschen, auch Hexen, Wölfe, ein Bär, ein Pferd und die unweigerliche Klischeeblondine eine wichtige Rolle in meinem Roman. Wer vorab noch mehr wissen möchte, der kann mich gerne fragen.

Montag, 6. Juni 2016

Das Interview

6 Fragen an ….. Peter J. Lang, Schriftsteller und Betreiber des Projekts „Naturschutzprojekt Leben“ (Spikinet)

In Deinem Leben dreht sich fast alles um Tiere. Bleibt da überhaupt noch Platz für andere Dinge?

„Es gab viele Jahre in denen ich keinen Platz für andere Dinge hatte. Ich musste erst lernen mich komplett neu zu organisieren. Meine eigenen Kräfte klug einzuteilen, war eine der größten Herausforderungen. Mittlerweile habe ich meinen Tagesablauf optimiert. Ich nutze wirklich jede Minute aus und habe einen straffen Wochenplan. Schreiben kann ich allerdings nur in den Abend- und Nachtstunden, was aber kein Problem ist, denn ich brauche nicht viel Schlaf. Nachts bin ich ohnehin am kreativsten. Meine anderen Hobbys habe ich aufgegeben.“

Angenommen Du könntest in die Vergangenheit reisen, was würdest du anders machen?

„Ehrlich gesagt nicht viel. Wenn ich allerdings geahnt hätte, dass mich der Natur- und Tierschutz einmal so beschäftigen würde, hätte ich es von Anfang an geplant und auch meinen Bauernhof anders strukturiert. Die grausamen Ereignisse um mich herum haben über die Jahre ein umfangreiches Projekt entstehen lassen. Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich, insbesondere in den ersten 10 Jahren, viele strukturelle Herausforderungen anders gelöst.“

Was ist das nervigste Klischee, mit dem du aufgrund deiner Tätigkeit konfrontiert wirst?

„Es ist das pseudo-romantische Klischee von „Tierschützer“, der den ganzen Tag damit zubringt, Straßenhunde zu „retten“ und nach Deutschland zu karren. Damit habe ich nichts zu tun. Ich habe mit dem, was im Tierschutz so läuft, wenig am Hut. Mein Augenmerk liegt auch nicht ausschließlich auf Hunden und Katzen. Ich sehe sie als Teil einer geschundenen und vergifteten Natur, um die ich mich in ihrer Ganzheit kümmere. Ok, auf 10Ha kann man nur ein relativ kleines Biotop schaffen, aber es ist zumindest mal ein Anfang. Ich helfe seit nun fast 20 Jahren allen Tieren, die in Not sind und das gilt für Hunde ebenso, wie für wilde Kaninchen, Vögel, verletzte Wildschweine, Schlangen, Eidechsen, Bienen und was sich in diesem wunderschönen Tal meiner Quinta noch so alles einfindet. Ich habe hier eine geschützte und vor allem wilde Landschaft entstehen lassen. Pflanzen besitzen bei mir einen ebenso hohen Stellenwert wie Tiere, denn die eine Spezies kann nun mal nicht ohne die andere leben.“

Spaß muss sein. Was machst du an einem freien Tag, wenn es mal regnet?

„Freie Tage kenne ich nicht. Wenn es regnet, was nur im Winter vorkommt, gibt es reichlich Verwaltungskram zu erledigen. Außerdem müssen die Tiere täglich das volle Programm bekommen. Medikamentengabe, Verbandswechsel, Pflege, der ausführliche, tägliche Spaziergang, die Fütterung, das alles findet gleichermaßen an 7 Tagen pro Woche statt, egal ob er regnet oder die Sonne das Land in einen Glutofen mit 40 Grad verwandelt. Den Hunden ist das Wetter ziemlich egal. Sie lieben den Regen und, obwohl sie ja frei leben, wollen sie wirklich jeden Tag etwas mit mir unternehmen, da gibt es keine Ausnahmen und auch keine Feiertage.“

Du bist nach Portugal ausgewandert und lebst jetzt dort mit durchschnittlich 60 Hunden und anderen Tieren. Bist du ein wenig verrückt?

„Nein, ich denke eher, dass ich recht normal bin. Mir fällt es schwer, die Anderen zu verstehen, die ihre Augen vor dem allgegenwärtigen Elend verschließen, die ignorieren, was mit der Welt um sie herum passiert und lediglich von der Angst getrieben werden, ein klein wenig von ihrer Bequemlichkeit zu verlieren. Wenn man dauerhaft ein gutes und sicheres Leben führen will, geht das nur, wenn man bereit ist, etwas dafür zu tun. Sich ins Schneckenhaus zurückzuziehen, kann nur zum Desaster führen und genau in dieses Desaster steuert unsere Welt ja aktuell. Jeder hat die Möglichkeit, irgendwo in seinem Umfeld etwas zu tun, etwas zu bewirken, allerdings reicht es dann auch nicht, wortgewaltige Sprüche in den sozialen Netzwerken zu posten. Man sollte schon auch anpacken und zeigen, was die Spezies Mensch ausmacht. Vor allem wurde uns allen soziale Kompetenz und Mitgefühl in die Wiege gelegt. Die Hunde leben es mir in ihrem Sozialverband tagtäglich vor, während ich sehe, wie die Menschen in genau diesen Punkten versagen.“

Und jetzt die letzte Frage, woher holst du deine Inspirationen für deine Bücher?

„Es ist schlicht der Alltag, der mich inspiriert. Damit meine ich nicht nur den Alltag hier auf meinem Bauernhof, sondern den Alltag in dem unsere Welt vor sich hin brodelt. Ich hinterfrage alles was passiert, suche nach Ursachen und Antworten. Ich beobachte und analysiere, ganz egal ob es um Politik, Wirtschaft, Zwischenmenschliches oder auch das kam Greifbare geht. Selbständiges Denken ist gefragt und genau das wird den Menschen gerade abgewöhnt, indem man ihnen vorgibt, was „korrektes“ Denken ist und was nicht. Bewahrt man sich seinen freien Geist und geht den Dingen auf den Grund, bekommt man sehr schnell mehr Inspirationen, als man in 1000 Büchern verarbeiten kann.“