Ich beginne heute mit meinem Schreibtagebuch und werde regelmäßig über die Fertigstellung meines aktuellen Romans "Quinta Eanna - Himmelswölfe berichten". Außerdem bekommt Ihr auch schon einen kleinen Einblick in die Handlung.
Mittlerweile sind runde 340 Seiten fertiggestellt, aber das Ende ist noch offen. Da es sich ja um den ersten Band einer Trilogie handelt, muss ich mir noch darüber klar werden, wo ich den Schnitt mache.
Meine Lektorin arbeitet sich momentan durch die Seiten und ich bin schon sehr gespannt, mit welchen Anmerkungen sie auf mich zukommt. Diese Phase des Bearbeitens eines Buches, ist für mich immer sehr spannend. Außer meiner Frau Karin, ist die Lektorin ja der erste Leserin meines jeweils aktuellen Werkes. Man selbst steckt tief in der Handlung, hat sich im Kopf ein Universum aufgebaut, das man dann in die Tasten haut. Logisch, gewisse Dinge fallen einem nicht auf, für den zukünftigen Leser aber könnten sie den Lesespaß mindern.
Gerade bei einem Roman, der auf der eigenen Biographie basiert, ist es nicht einfach, alles so darzustellen, dass der Leser problemlos in die Handlung einsteigen kann, selbst dann, wenn er den Autor nicht kennt und nichts über ihn weiß. Doch genau so sollte es ja sein.
Bei meinem letzten Buch "Retro 2032", war das insofern einfacher, als ich die Charakteren selbst entworfen habe. Man entwirft die Personen Schritt für Schritt. Als Autor ist man ebenfalls Außenstehender, wie der Leser selbst. Gemeinsam mit dem Leser nähert man sich den Akteuren und entdeckt sofort, wenn etwas unlogisch ist oder man Dinge voraussetzt, die vorher nirgends beschrieben sind.
Geht es um einen selbst, ist das natürlich anders. Man kennt sich selbst, jedenfalls sollte man das. Vieles jedoch, was für einen selbst völlig klar und normal ist, kommt dem Leser erst mal fremd und ungewohnt vor. Er muss sich der Hauptfigur genauso nähern können, wie in einem Buch mit fiktiver Handlung. Sich selbst einerseits realistisch darzustellen und dennoch so, dass der Leser nicht stolpert, weil ihm Hintergrundinformationen fehlen, ist eine echte Herausforderung. Erschwerend kam hinzu, dass ich nicht in der Ich-Form schreibe. Nur die zahlreichen Auszüge aus meinen Tagebüchern sind geblieben wie sie waren und dementsprechend auch in der Ich-Form verfasst. Die Spannung zwischen diesen beiden Erzählformen fand ich spannend und herausfordernd. Genau deswegen habe ich sie auch so gewählt.
Also mal sehen, ob im Manuskript mehr rote Anmerkungen und gelbe Kommentare zu finden sind, als schwarze Schrift. Vielleicht ist meine Lektorin ja gnädig, oder ich hab´s ganz gut hinbekommen, was mir das Allerliebste wäre.
Ihr werdet es bald erfahren
Ein schönes Wochenende wünscht Euch
Peter-Johannes

Ich gehe schwer davon aus, dass deine Lektorin gnädig sein wird.
AntwortenLöschenJa, ich bin zuversichtlich, sie ist echt eine ganz Nette, ABER auch kritisch und ... wenn sie recht hat, hat sie recht!!! Dem Buch wird´s guttun.
AntwortenLöschenIch freu mich auf jeden Fall schon sehr darauf, und ich glaube auch nicht dass es sooo viele rote und gelben Stellen gibt .
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AntwortenLöschenHallo lieber Peter J.Lang!
Sehr gerne bin ich dabei und mittendrin zugleich, während ich mich beobachtend dazumische.Besondern in diesen aufregenden Auf- und Umstiegszeiten freue ich mich über die Macht des Wortes und ihrer hilfreichen Benützung, denn mit so vielen uns schon zur Gewohnheit einimplantierten Musterwortphrasen reden wir uns echt oft "um Kopf und Kragen", ohne es zu bemerken.
Ich finde deine Bildersprache schon in den Kommentaren schön und so folge ich auch hier mit Begeisterung deinen Wortmalerein.
Von tierherzuherz Roswitha
Danke Euch für den Zuspruch und ja, ich werde ganz sicher meine Sprache nicht ändern und freue mich sehr, wenn ich viele Menschen erreiche
AntwortenLöschenMein dritter Versuch hier einen Kommentar zu hinterlassen :( irgendwas mache ich wohl verkehrt ^^ Also ich denke viel wird es bei dir nicht zu korrigieren geben, und ich bin neugierig auf das Buch. Und ihr habt meinen allergrößten Respekt <3 was ihr tag täglich leistet und für die Tiere tut.
AntwortenLöschenLieben Dank Sandy! Ja, ich hab mich auch erst an Google+ gewöhnen müssen und die Blogsoftware auch, aber DU hast durchgehalten und das ist super.
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